Die Premiere von Christian Bracke bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps nahm für den Bochumer ein bitteres Ende. Zahlreiche technische Probleme machten dem Mercedes-Benz-Piloten und seinen Teamkollegen alle Chancen auf ein Ergebnis im Vorderfeld zunichte. Nach der Enttäuschung in den belgischen Ardennen blickt der 34-Jährige nun zuversichtlich dem 24-Stunden-Rennen in Barcelona entgegen.

In der ‚Grünen Hölle’ ist Erfahrung durch nichts zu ersetzen als durch Erfahrung. Dies stellte eine Reihe von Teams aus der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring beim ADAC Zurich 24h-Rennen auch in diesem Jahr wieder eindrucksvoll unter Beweis. 16 von 20 Klassensiegen gingen an Fahrer und Fahrzeuge, die in der populärsten Breitensportserie Europas beheimatet sind. Im Fokus stand selbstverständlich auch die Entscheidung um den Gesamtsieg. Hier triumphierten mit Phoenix Racing, Black Falcon und ROWE racing gleich drei Teams, die in der Langstreckenmeisterschaft seit vielen Jahren zu den regelmäßigen Teilnehmern gehören. Nach dem Rennen ist der Redensart nach auch vor dem Rennen. Und viel Zeit zum Verschnaufen haben die Protagonisten in diesem Jahr nicht. Denn nur 13 Tage nach dem Eifelmarathon geht es auf der Nordschleife wieder zur Sache. Auf dem Programm steht mit dem 54. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen der fünfte Lauf des Jahres.

Leimen. Jens Klingmann erlebte bei der 42. Ausgabe des ADAC Zurich 24h Rennens ein Wechselbad der Gefühle. So belegte der 23-Jährige Leimener beim härtesten Langstreckenrennen der Welt zwar einen starken sechsten Platz, allerdings kämpfte der BMW-Pilot Langezeit um den Gesamtsieg und das Podium.

Heusenstamm. Bei der 42. Auflage des ADAC Zurich 24h Rennens feierte das Team von Adrenalin Motorsport vor über 205.000 Zuschauern gleich zwei Siege. Sowohl in der Cup 2 als auch in der V5 Klasse setzte sich die Heusenstammer Mannschaft gegen die Konkurrenz durch und baute die Führung im BMW M235i Racing Cup deutlich aus.

Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ist für Teams, Fahrer und nicht zuletzt für die zahlreichen Fans das absolute Highlight der Saison. Für AVIA racing war die diesjährige Auflage des Langstreckenklassikers geprägt von Höhen und Tiefen. Die Speerspitze des Teams, der Aston Martin V8 Vantage, führte seine Klasse lange Zeit an, wurde jedoch einmal mehr von einem Defekt heimgesucht. Umso größer war die Freude bei den Fahrern des Opel Astra OPC und des BMW 235i, die ihre Fahrzeuge erfolgreich ins Ziel brachten.

Nach einem Jahr 24-Stunden-Rennen Pause freute sich der Dormagener Rennfahrer Tim Scheerbarth wieder auf einen Einsatz beim ADAC 24-Stunden Marathonrennen am vergangenen Rennwochenende. „Vor ein paar Wochen, hatte ich in meinem Black Falcon Rennstall die Gelegenheit zusammen mit den beiden Fahrern „Gerwin“ und „Philip“ einen Porsche 991 Carrera zu fahren.“ Der 25-Jährige freute sich, als ihn die Teamkollegen fragten, ob er sie zusammen mit Manuel Metzger als schneller Fahrer beim Rennen zwei Mal um die Uhr unterstützen könnte. Der 350 PS starke Porsche Carrera startet in der Klasse V6, in der die Marke Porsche mit den Modellen Carrera und Cayman vor BMW dominiert.

So hatte sich Christian Bracke den Saisonhöhepunkt auf dem Nürburgring nicht vorgestellt. Bei der 42. Auflage des ADAC Zurich 24h-Rennens in der „Grünen Hölle“ schieden der Bochumer und seine Teamkollegen Peter Schmidt, Horst Felbermayr und Heinz Schmersal bereits zu Beginn aus. In der aufreibenden Anfangsphase verlor Schmidt die Kontrolle über den Füchsen-SLS, kollidierte mit einem anderen Fahrzeug und musste das Rennen beenden.

Beim ADAC 24 Stunden-Rennen auf dem Nürburgring bleibt Torsten Kratz das Pech treu. Mit dem RPR-Renault Clio sah der Mönchengladbacher zwar das Ziel. Doch ein neunter Platz in der Klasse und mehrere Stunden Standzeit waren nicht das, was sich der 43jährige erhofft hatte. „Es war leider ein völlig verkorkstes Rennen“, sagte Kratz.