Wer in den Rennen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring um Gesamtsiege fahren möchte, muß einen VLN-Special einsetzen. Sie stellen den größten Teil der Teilnehmer in der VLN-Serie: Die VLN-Specials. Aber sie sind auch breit aufgestellt: Von hubraumkleinen Saugmotoren bis zu Turbomotoren und großvolumigen Saugmotoren mit 500 PS und mehr. Ein Fall für Spezialisten.

Geschichte kann spannend sein, sogar sehr spannend. Motorsport-Geschichte macht da keine Ausnahme. Und historische Rennfahrzeuge faszinieren mehr denn je, sei es in reinen Rennveranstaltungen für Oldtimer und Youngtimer oder sei es als moderne Klassiker in der Gruppe H im Rahmen von Rallyes, Bergrennen, Leitungsprüfungen und Langstreckenrennen wie der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. In unserer kleinen Reihe – die Gruppen der VLN in der Saison 2011 – widmen wir uns heute nach den VLN-Serienwagen (21.07.2011) und den VLN-Cup-Fahrzeugen (26.07.2011) der Gruppe H.

Nein, nicht blond oder brünett. Dieses Mal nicht. Es ging hier um wichtigere Dinge. Eine Entscheidung stand für einige Teams und Fahrer und für die Fans der Langstreckenrennen an: 34. RCM DMV Grenzlandrennen – 4-Stunden-Rennen als Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring oder 24-Stunden-Rennen von Spa Francorchamps als Lauf zur „Blancpain-Endurance-Series“. Zum Glück: Nur 110 km oder gut eine Autostunde. Für leidenschaftliche Autofahrer ein „Katzensprung“, eine kleine „Spritztour“ von der Eifel in die Ardennen. Eine „Spritztour“ war es nicht, was die Fahrer auf beiden Strecken zu bewältigen hatten.

Michael Zehe (Floersheim), Alexander Roloff (Berlin) und Roland Rehfeld (Blankenfelde) feierten beim sechsten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring den ersten Gesamtsieg für das Team ROWE-Racing.

Marken-Cups oder Markenpokale sind Rennserien im Automobilsport mit Tourenwagen und GT-Wagen in denen Fahrzeuge gleicher Marke und gleichen Typs gegeneinander antreten. So ist letztlich das Können der Fahrer entscheidend. Im O-Ton der Internetseite der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring liest sich das so: „Die Fahrzeuge der Cupklassen zeichnen sich durch eine große Leistungsdichte aus. Die Regularien werden speziell für die Langstreckenmeisterschaft konzipiert oder aus anderen Serien übernommen. Hier zählt der Fahrer und sein Können mehr, als in den anderen Klassen.“ (Quelle: www.vln.de)

Der altehrwürdige Nürburgring kommt dieser Tage nicht zur Ruhe. Nur eine Woche, nachdem beim Großen Preis von Deutschland Sebastian Vettel, Lewis Hamilton, Michael Schumacher und Co. den Eifelkurs unter die Räder genommen haben, ist endlich wieder die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring an der Reihe. Die Sommerpause ist beendet und die populärste Breitensportserie Europas startet mit Vollgas in die zweite Saisonhälfte.

Zu Unrecht stehen Seriendarsteller oft ungewollt im Schatten des öffentlichen Interesses, das in erster Linie den großen Stars aus den „Blockbustern“ gilt. In der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring stehen die um die Gesamtsiege fahrenden leistungs- und drehmomentstarken Boliden der VLN-Specials-Klassen SP7, SP8, SP9, SP10 und E1-XP mit ihren teilweise deutlich über 500 PS und über 600 Nm aufbietenden Fahrzeugen im öffentlichen Interesse. Die Fans der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring wissen aber nur zu gut, daß die VLN-Serienwagen, VLN-Cup-Fahrzeuge, die Gr.H und die hubraumkleineren VLN-Specials die VLN erst möglich machen, ihren Charakter als Breitensport-Serie bewahren und schließlich ganz einfach zur Tradition der VLN gehören.

Die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ist entsprechend ihrer Entstehungsgeschichte und Philosophie Breitensport. Auch wenn an der Spitze professionelle Rennstallunternehmen mit Profi-Fahrern in leistungs- und drehmomentstarken Boliden um Gesamtsiege fahren – das Rückgrat der VLN sind die Privatiers. Und das sind in den meisten Fällen Familienunternehmen. Die halbe oder ganze Familie über mehrere Generationen und Verwandtschaftsgrade und fast der ganze Freundeskreis ist mit einbezogen. Das ist noch Motorsport, wie ihn die Älteren von früher kennen. Motorsport zum Anfassen.

Im Fußball spricht man vom Halbzeitmeister (oder auch Herbstmeister), wenn die Hinrunde einer Liga abgeschlossen ist. Das ist in der Regel vor der Winterpause der Fall. Die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring kennt keine Hinrunde. Ihre Saison geht in diesem Jahr von Anfang April bis Ende Oktober. 10 Läufe, also 10 Rennen ausschließlich auf dem Nürburgring, auf der Kombination aus Kurzanbindung der Grand-Prix-Strecke und der legendären Nordschleife. Zwei 6-Stunden-Rennen und acht 4-Stunden-Rennen. Der Eifel-Marathon durch die „Grüne Hölle“ – das 24-Stunden-Rennen vom Nürburgring – zählt nicht zur Meisterschaft. Mitte Juni waren fünf von zehn Läufen absolviert. Ende Juni wurde das 24-Stunden-Rennen gefahren. Am 30. Juli geht es mit Lauf 6 weiter. In der zweiten Saisonhälfte stehen nochmals fünf Rennen auf dem Programm, darunter das zweite 6-Stunden-Rennen. Zeit also, einen Blick in die Meisterschaft zu werfen.

Früher machten die Hersteller Motorsport indem sie ihre hauseigenen Entwicklungs- oder Sportabteilungen Rennfahrzeuge entwickeln und bauen ließen und diesen dann auch die Renneinsätze übertrugen. Dafür wurden dann Versuchs- oder Werksfahrer als Angestellte beschäftigt. Diese maßen sich dann auf den Rennstrecken mit Privatfahrern. Und wie sieht es heute aus?

bilsteinLogoBaumannLogistik 01maxicardmbsteichmann 01weiss

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.