Der Saisonauftakt zur VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring endete für Michael Schrey mit einem Platz auf dem Podium. So belegte der 34-Jährige den dritten Rang im BMW M235i Racing Cup. Für den Rennfahrer aus Wallenhorst war es ein ganz besonderer Tag, schließlich bestritt er erstmalig ein vierstündiges VLN Rennen auf der Nürburgring Nordschleife als Solist.    

 

„Ich war im Vorfeld äußerst gespannt darauf, wie es mir bei meiner Premiere als Solist in der VLN ergehen wird“, gibt Schrey zu. „Im Nachhinein muss ich allerdings sagen, dass ich mich sehr wohl gefühlt habe im Cockpit. Körperlich merkt man es natürlich schon ein wenig, weil man eben über vier Stunden hinweg durchweg konzentriert bleiben muss. Dennoch ging es aber insgesamt ganz gut und ich bin jetzt nicht großartig erschöpft nach dem Rennen. Ich bin daher sehr zuversichtlich, was den Rest der Saison angeht.“

Bei idealen äußeren Witterungsbedingungen konnte Michael Schrey im morgendlichen Qualifying bereits an sein überaus erfolgreiches letztes Jahr anknüpfen. Mit einer Rundenzeit von 09:09,547 min. stellte er den BMW M235i Racing von Bonk Motorsport auf die Pole Position in der Cup5 Klasse. Damit war der amtierende VLN Meister rund zwei Sekunden schneller als das Fahrergespann auf dem zweitplatzierten Fahrzeug von Scheid-Honert Motorsport.

Mit insgesamt 22 Startern war der BMW M235i Racing Cup wieder prall gefüllt. Dementsprechend spannend und eng ging es auch im Rennen zu. „Wir haben uns vorne an der Spitze gleich mit mehreren Fahrzeugen harte aber auch faire Duelle geliefert. Mal hatte der eine, mal der andere die Nase vorne. Das hat richtig viel Spaß gemacht. Niemand konnte sich wirklich entscheidend absetzen, die Konkurrenz vorne war wirklich auf Augenhöhe unterwegs“, erklärt Schrey, der mit einer Zeit von 9:10,405 min. auch die schnellste Rennrunde fuhr.          

Eine Vorentscheidung beim Kampf um den ersten Tagessieg in der Saison 2017 fiel rund eine Stunde vor Ende des Rennens. So hatte das Fahrzeug von Michael Schrey kurz vor dem letzten Boxenstopp ein Problem mit dem Notprogramm. „Leider musste ich die ganze Döttinger Höhe im Notprogramm absolvieren und habe dabei natürlich sehr viel Zeit auf die Konkurrenz verloren. Ich hatte daher keine Chance mehr, die Lücke nach ganz vorne bis zum Rennende noch einmal zu schließen“, so Schrey. Trotzdem sprang am Ende für ihn noch der dritte Platz im BMW M235i Racing Cup heraus.

„Alles in allem war es ein solider Auftakt für mich und Bonk Motorsport. Ohne diese kleineren Probleme wäre es vorne sicherlich noch einmal spannend geworden. Schade, aber in zwei Wochen gibt es für uns ja bereits die nächste Gelegenheit“, blickt Schrey voraus.

Text: Daniel Cornesse, Foto: Hardy Elis

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