Das VLN-Fanpage Kartevent hat sich mittlerweile zum festen Saisonabschluss eines jeden Motorsportjahres etabliert.

Wir von Ring1.de haben es uns natürlich nicht nehmen lassen, bei der Jubiläumsveranstaltung selbst aktiv dabei zu sein und unsere ganz persönlichen Eindrücke zu sammeln. So haben wir unsere Redakteurin Laura Luft ins Rennen geschickt, die sich einen der begehrten Startplätze gesichert hat.

Foto: Björn Schüller

Doch bevor wir zu dem eigentlichen Tagesablauf und den Erlebnissen von Laura kommen, hier erst noch ein paar Eckdaten: das VLN-Fanpage Kartevent fand zum zweiten Mal in Folge auf der Kartbahn in Eupen statt. Insgesamt 27 Profifahrer aus der VLN, ADAC GT Masters, 24h Rennen am Nürburgring, Porsche Carrera Cup sowie vielen weiteren Rennserien reisten voller Vorfreude nach Belgien, um gemeinsam mit 108 Fans einen tollen Saisonabschluss zu erleben. Und eins schon einmal kurz vorab: sie sollten nicht enttäuscht werden! Alle Teilnehmer und Zuschauer erlebten erneut ein schönes und rundumgelungenes Event.

Aber nun erstmal der Reihe nach: für mich, Laura Luft, war es bereits die zweite Teilnahme am VLN-Fanpage Kartevent. Bereits im Vorjahr war ich mit dabei und freute mich wieder auf einen tollen Tag zusammen mit den ganzen Profipiloten sowie den anderen Motorsportfans.   

Zunächst hieß es erst einmal für mich früh aufstehen, da bereits um 8:00 Uhr die Einschreibung im Karting Eupen erfolgte. Danach ging es an die Auslosung, um die Zusammensetzung der einzelnen Teams festzulegen. Die Profifahrer zogen nach ihrer kurzen Präsentation vier Fans, mit denen sie sich über den Tag hinweg das Kart teilen sollten. Natürlich war auch ich dabei sehr angespannt, mit wem ich ins Rennen gehen werde. Schließlich sollte mich ADAC GT Masters Pilot Marc Gassner mich und drei weitere Fans aus der Lostrommel ziehen. Mit dieser Konstellation war ich natürlich zufrieden und es folgte das obligatorische Teamfoto sowie die erste Strategiebesprechung, in der wir uns näher kennen lernen konnten.

Foto: Björn Schüller Foto: Björn Schüller Foto: Björn Schüller

Im Anschluss ging es für uns alle zum Fahrerbriefing. Hier wurde uns noch einmal genau das Reglement erklärt und natürlich auch, für was es später im einzelnen Strafen geben wird. Trotz der Vorwarnung sollte es in den Rennen einige hiervon geben. Aber auf der „echten Rennstrecke“ ist es ja nun einmal genauso. Evelien Bonneux, die Managerin der Kartbahn in Eupen, schloss das Fahrerbriefing schließlich mit den Worten: „habt Spaß und fahrt mit Respekt.“

Gesagt, getan! Beim ersten Lauf griffen die Profis beim Start ins Lenkrad und ließen sich mit ihren 9,5 PS ausgestatteten Sodis GT4R genügend Platz, sodass es nicht wie im letzten Jahr gleich zu einem Massencrash kommen sollte. Vier Pflichtstopps mit Fahrerwechsel sowie ein Karttausch sorgten für viel Abwechslung in der Boxengasse sowie Chancengleichheit. Am Ende sicherte sich Christopher Brück mit seiner Mannschaft im ersten Lauf den Sieg. Platz ging an Christopher Rink und seine Jungs vor dem Team von Stephan Epp. Wir sollten auf dem 13. Rang den Zielstrich überqueren und lagen damit im guten Mittelfeld. 

Als kurzes Pausenhighlight wurden einige Fans im Doppelsitzerkart auf ein paar schnelle Runden von ihrem Idol mitgenommen, bevor es direkt zum zweiten Qualifying bzw. Rennen 2 ging. Diesmal aber in umgekehrter Fahrtrichtung: statt Vis wurde dieses Mal Versa gefahren, also mit dem Uhrzeigersinn.

An diesem Richtungswechsel hatten natürlich auch die bewährten Kommentatoren Lukas Gajewski und Patrick Simon ihre Freude und schnappten sich im Rahmen ihrer Berichterstattung den ein oder anderen Interviewgast, darunter auch Lisa-Christin Brunner, die als einzige Profifahrerin die Fahne hochhielt. Im Fanfeld waren neben mir noch eine Handvoll weiterer Ladies vertreten. Wir lieferten uns in beiden Rennen ein schönes Battle auf der Strecke.

Foto: Björn Schüller Foto: Björn Schüller Foto: Björn Schüller

Ach ja-Stichwort „Rennen“:  Nach dem zweiten Qualifying hieß es dann Feuer frei für Rennen Nummer zwei! Diesmal mit den Fans als Startfahrer. Es sollte sich jedoch genauso fair und geordnet gestalten, wie beim ersten Lauf. Es wurde gekämpft bis zur letzten Runde und am Ende hatte erneut Christopher Brück die Nase vorne vor Christopher Rink und dem Drittplatzierten Team rund um Yannick Mettler. Wir landeten dieses Mal auf dem 20. Platz. Das war zwar etwas schlechter als noch beim ersten Lauf, trotzdem hatten wir enorm viel Spaß. Und mit dem 14. Rang in der Gesamtwertung mussten wir uns in diesem starken Feld auch nicht verstecken. Die absolute Bestzeit holte sich im Übrigen an diesem Tag Manuel Metzger mit einer 54.462.

Foto: Björn Schüller

Fazit: Es war wieder ein toller Tag und ich bin bei einer neuen Auflage jederzeit gerne wieder mit dabei. Mein Glückwunsch geht an alle Fahrer, die am Event teilgenommen haben. Sie hatten sichtlich Spaß auf und neben der Strecke. Ein Dank geht an die beiden Organisatoren Alex Striege und Daniel Cornesse, die wie immer mit Herzblut dieses Event auf die Beine stellen.

Ich freue mich schon auf die elfte Ausgabe im nächsten Jahr!